• Erbrecht

Erben - Vererben - Richtig!

Sie Haben einen Erbfall? Was müssen Sie wissen? Sie möchten vorsorgen und durch Testament, Vorsorgevollmacht und Patiententestament Ihren Willen gewahrt wissen, handeln Sie jetzt!
  • Sie haben einen Erbfall?

    Ich informiere Sie über die gesetzlichen Regelungen im Erbfall, sind Ihnen die Vorgaben bekannt, können Sie planen.

    Bei Ihnen kündigt sich in einer Erbschaftsauseinandersetzung zwischen Miterben an oder die Umsetzung des Testamentsinhaltes gestaltet sich problematisch, dann bin ich gern tätig um mögliche Konflikte oder Missverständnisse offenzulegen, eine Lösung zu erarbeiten und die Ergebnisse umzusetzen bzw. Ihre Ansprüche gerichtlich durchzusetzen.
     

    Pflichtteil

    In einem Erbfall sind Pflichtteilsberechnungen oder andere Erklärungen notwendig, für diese Situation bin ich an Ihrer Seite, um mögliche Missverständnisse oder fehlerhafte Berechnungen des Erbteils zu vermeiden.
     
    Sind Sie mit anderen Erben in einem Erbfall gleichzeitig bedacht und möchten konfliktfrei den Nachlass auseinandersetzen, bin ich gern unterstützend tätig. Auch bei schon bestehenden Konflikten in Erbschaftsauseinandersetzungen oder anderen Angelegenheiten werde ich die möglichen Lösungen für Sie aufzeigen und umsetzen.
     

    Testamentsvollstrecker

    Sind Sie mit anderen Erben in einem Erbfall als Testamentsvollstrecker bedacht und möchten den Nachlass verwalten und auseinandersetzen, bin ich gern unterstützend tätig und zeige den üblichen und gesetzlich vorgegebenen Ablauf auf.

    Testament - Vorsorgevollmacht - Patientenverfügung

    Sie möchten die Zukunft gestalten, indem Sie durch Testament, Vorsorgevollmacht und Patiententestament vorsorgen und Ihren Willen gewahrt wissen. Ich begrüße diese vorausschauende Entscheidung und berate Sie kompetent auf diesem Gebiet.

    Berliner Testament

    Durch das Berliner Testament erbt der überlebende Ehepartner.
    Die Kinder des Verstorbenen erben infolge des Berliner Testamens nicht.
    Streit um das Erbe sollte es möglichst nicht geben; die Kinder könnten jederzeit ihren Pflichtteil geltend machen. 
    Der Pflichtteilsanspruch führt zu Auszahlungsverpflichtungen in Geld, nicht zur Aufteilung des Nachlasses!
    Sichert das Berliner Testament akutell noch Ihre Nachfolgeform?

    Bindungswirkung des Berliner Testaments

    Das Berliner Testament entfaltet eine sogenannte „Bindungswirkung“.
    Dieses Testament ist nach dem Ableben des anderen Ehegatten nicht mehr änderbar.
    Sobald die Ehegatten sich gegenseitig zu Schlusserben eingesetzt haben, ist es dem überlebenden Ehegatten nicht mehr möglich, diese Verfügung zu verändern.
    Einzige Ausnahme
    Die Ehegatten haben zu Lebzeiten die Änderungsmöglichkeit schriftlich verfügt.
    Beispiel dazu: Sollte sich ein Kind nach dem Versterben des einen Ehegatten vom anderen Ehegatten abwenden (z.B. den überlebenden Elternteil nicht mehr pflegen wollen), kann der überlebende Elternteil sogar das Berliner Testament im Nachhinein ändern.
    Verschenken Sie die Erbschaftssteuer nicht an den Staat:
    Erbschaftssteuerliche Folgen in einem Beispielsfall:
    Jedes Kind hat einen erbschaftssteuerlichen Freibetrag von € 400.000 (von beiden Elternteilen also € 800.000 pro Kind).
    Das Berliner Testament führt jedoch dazu, dass der Ehepartner vorweg erbt und die Kinder nicht erben. Weil die Kinder zu dem Zeitpunkt nicht erben, können sie  ihren steuerlichen Freibetrag nicht nutzen.

    Berliner Testamente sollten Sie ab einer bestimmten Größenordnung überprüfen und ggfs. modifizieren lassen.

    Erbschaftssteuerliche und rechtliche Folgen des Berliner Testaments – Ein Fall:

    Frau Müller überprüft Ihren Erbfall frühzeitig

    Ich berichte in diesem Beispielsfall, wie Erben und Erblasser durch ein Testament ihre Abgaben an den Staat verringern.

    Variante A: Hier freut sich nur der Staat

    Frau Müller erbt infolge des Berliner Testaments beim Versterben des Ehemannes den Betrag von € 1.200.000. Infolge Ihres Freibetrages von € 500.000 und des Versorgungsfreibetrages von € 256.000 -bei voller Verfügungshöhe- verbleibt der Betrag von € 444.000 zu versteuern mit 15 %, so dass von Frau Müller Erbschaftssteuer in Höhe von € 66.600 zu zahlen sind.
    Im Todesfall der Mutter erhalten die Töchter je die Hälfte des Nachlasses, also jeder € 1.200.000. Der Freibetrag umfasst € 400.000, so dass jede Tochter den Betrag von € 800.000 mit 19 % Erbschaftssteuer in Höhe von € 152.000. Beide Töchter würden den gemeinsamen Steuerbetrag von € 304.000 aufzubringen haben.
    Allein aus steuerrechtlichen Gründen ist es attraktiv für die Eheleute Müller kein Testament zu errichten.

    Variante B

    Bei der gesetzlichen Erbfolge würde Frau Müller Ihren Mann zur Hälfte mit € 600.000 und die Töchter jeweils zu einem Viertel mit € 300.000 beerben.
    Bei dieser Lösung wäre keine Erbschaftssteuer zu zahlen, da die persönlichen Freibeträge nicht überschritten würden.
    Nach dem Versterben der Mutter würden die Töchter jeweils die Hälfte von € 1.800.000 (1.200.000 + € 600.000) erben, also je € 900.000. Abzüglich des Freibetrages von € 400.000 wäre der Betrag vom € 500.000 mit 15 %, also € 96.000 zu versteuern.
    Bei dieser Fallkonstellation würde für alle Beteiligten die gesamte Erbschaftssteuer von € 190.000 anfallen, also erheblich weniger als im Vergleich zur Lösung des Berliner Testaments in dieser Beispielskonstellation.

    Variante C

    Bestmöglich ist dieser Beispielsfall durch eine Modifizierung des Testaments durchzuführen, indem die Ehegatten die Alleinerbeneinsetzung beibehalten, jedoch ein Zweckvermächniss für beide Töchter im Rahmen des Freibetrages von je € 400.000 einräumen.
    Nach dem Versterben von Herrn Müller würde erneut keine Erbschaftssteuer anfallen, da die Töchter jeweils 400.000 erhalten und Frau Müller ebenfalls € 400.000, die vom Freibetrag abgedeckt sind. Nach dem Ableben von Frau Müller wäre der Betrag von € 1.600.000 zwischen den Töchtern zu verteilen.
    Jede erhält € 800.000, nach Abzug des Freibetrages sind € 400.000 mit 19 %, in Summe 76.000 zu versteuern.
    Mit dieser Variante lassen sich im Vergleich zum Berliner Testament € 152.000 einsparen lassen.
  • Vorsorgevollmacht - Patientenverfügung

    Brauche ich das?

    Ja, jeder braucht eine Vorsorgevollmacht. Für den Fall, dass sie Infolge eines Unfalls oder schwerer Krankheit eigenständig keine Entscheidungen mehr treffen können. Es besteht das verbreitete Missverständnis, dass die Angehörigen in den besonderen Fällen die Entscheidungen für sie treffen dürfen. Diese Annahme ist nicht richtig. Haben sie nicht vorgesorgt, wird in bestimmten Situationen durch das Gericht eine Person zum Betreuer für sie bestellt. Dieser Person sind ihre Wünsche  und Vorlieben nicht bekannt.
    Durch eine Vorsorgevollmacht bestimmen Sie – zu vitaler Zeit – eine Person, die an Ihrer Stelle im Ernstfall entscheidet.

    Was wird mit einer Vorsorgevollmacht geregelt?

    Mit der Vorsorgevollmacht können fast alle Angelegenheiten des Lebens auf einen Bevollmächtigten übertragen werden.
    Folgende Beispiele:
    – Vertretung vor Behörden und Gerichten,
    – Gesundheit- und Pflegeobsorge,
    – Vermögensverwaltung,
    – Zahlungsanweisungen,
    – Vertragsabschlüsse und Vertragsbeendigungen etc.

    Vertretung möglich?

    Die Vertretung ist nur für Handlungen möglich, bei denen eine Vertretung zulässig ist. Ausgeschlossen sind höchstpersönliche Handlungen, wie die Eheschließung, Testamentserstellung/ Testamentsänderung und die Ausübung des Wahlrechts.

    Wie erstelle ich die Vorsorgevollmacht?

    Für die Erstellung der Vorsorgevollmacht besteht keine Formvorschrift. Für die Nachweisbarkeit sollte sie schriftlich verfasst sein und die Unterschrift beglaubigt oder durch Zeugen bestätigt.
    In Fällen, in denen der Bevollmächtigte Grundstücksgeschäfte vornehmen soll, ist Unterschriftsbeglaubigung oder notarielle Beurkundung erforderlich. 

    Einsatzzeitpunkt ohne Vorsorgevollmacht

    Können Sie wichtige Entscheidungen nicht mehr selbst treffen und es ist keine Vorsogevollmacht  vorhanden oder kann nicht aufgefungen werden, was passiert dann? Vermeintlich geht die Mehrheit der Bundesbürger davon aus, dass die Angehörigen, also Ehepartner und Kinder entscheiden dürfen. Dies trifft nicht zu. Für diesen Fall wird durch das Betreuungsgericht ein Betreuer bestellt. Dies hat durch die gesetzliche Vorgaben, für den Fall einer nicht vorhandenen Vorsorgevollmacht zu erfolgen, unabhängig von Ihren Vorstellungen.
    Ist dies für Sie vorstellbar oder planen Sie die Erstellung der Vorsorgevollmacht?

    Patientenverfügung

    Häufig werden bei einer tödlich verlaufenden Erkrankung therapeutische Maßnahmen ausgeschlossen, wie beispielsweise Reanimationen, Bluttransfusionen oder Operation. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede ärztliche oder pflegerische Tätigkeit entfällt. Immer erfolgt die Grundversorgung und Verabreichung von Schmerzmitteln. Nur wenn durch eine Patientenverfügung belegt, werden die sogenannten lebensverlängernden Maßnahmen eingestellt.

    Vorteil:

    Die Patientenverfügung legt gemäß § 1901a BGB Therapien, Behandlungen und das Weglassen von beidem schriftlich fest.
    Sie bestimmt außerdem, wer diese Verfügung nutzen darf – und MUSS – im Falle eigener Urteilsunfähigkeit bei medizinischen Maßnahmen.

    Wer darf errichten?

    Der Verfasser einer Patientenverfügung muss volljährig und einwilligungsfähig sein.
    Er darf die Bestimmungen schriftlich widerrufen.

    Wie konkret muss die Patientenverfügung formuliert sein?

    Eindeutige Formulierung.
    Sie muss mögliche Erkrankungen und Behandlungen so konkret benennen, dass die Bestimmungen rechtswirksam sind.
    Beispiele wären: Zwei Ärzte müssen – unabhängig voneinander den klinischen Tod feststellen (nicht nur einer).
    Behandlungen wie künstliche Ernährung, künstliche Beatmung oder Bluttransfusion können ausgeschlossen werden.

    Was lehnen Sie ab?

    Detailreich aufgelistete medizinische Behandlungen kann darin der spätere Patient ablehnen.
    Lebensverlängernde Maßnahmen abzulehnen kann ein wichtiger Bestandteil der Verfügung sein.

    Patientenverfügung hinterlegen?

    Die Patientenverfügung geht in Kopie (besser: eingescannt) an alle späteren Helfer:
    Dazu gehören normalerweise eigene Kinder, Hausarzt, Betreuer und / oder Krankenhaus, das eine Krankenakte des Patienten führt.

    Original verwahren lassen?

    Gegen eine Gebühr lassen sich spätere Patienten im Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registrieren.
    Alle späteren Helfer müssen auch darüber informiert sein.Beratungsleistung Vorsorge:

     

    Beratungsbeispiel zur Vorsorge:

    • Testament
    • Vorsorgevollmacht
    • Patientenverfügung
    • Mediation für die Erben bei umfangreichen Nachlässen
     

    Beratungsleistung Erbfall:

    • Überprüfung der Wirksamkeit des Testaments
    • Ansprüche des Pflichtteils, Pflichtteilsergänzung
    • Testamentsvollstreckung
    • Testamentsanfechtung
    • Testamentsauslegung
    • Konfliktlösung unter den Erben
    • Testamentsvollstreckung